Fit durch die Stadt: Mehr Bewegung im Alltag

Im Schnitt verbringen die Deutschen mehr als sieben Stunden täglich im Sitzen. Man braucht kein Matheprofi zu sein, um zu bemerken, dass da nicht mehr viel Zeit für Bewegung übrig bleibt. Deshalb gilt es Chancen, die der Alltag bietet, um seine müden Muskeln zu beanspruchen, wahrzunehmen. Denn: Die Folgen des vielen Sitzens sind wenig erstrebenswert. Krankheiten wie Arteriosklerose, Herzinfarkt oder ein Schlaganfall kommen bei Bewegungsmuffeln deutlich häufiger vor, von der Fettleibigkeit ganz zu schweigen. Menschen, die sich regelmäßig in Schwung bringen, fühlen sich nicht nur fit und gesund. Sie haben auch ein wesentlich besseres Immunsystem.

Sich im Alltag mehr zu bewegen, ist wahrlich kein Teufelswerk. Im Gegenteil, es ist sogar ziemlich einfach, die Bewegung elegant in seine täglichen Aufgaben einfließen zu lassen. Der einzige, der sich dir höchstwahrscheinlich laut bellend in den Weg stellen wird, ist dein innerer Schweinehund. Schicke das Tierchen in die Hundeschule und gehe es an!

 

1. Der tägliche Weg zur Arbeit

Der Arbeitsweg bietet dir viele unterschiedliche Möglichkeiten aktiv zu werden. Lass doch mal das Auto stehen und schwing dich stattdessen aufs Fahrrad. Bist du auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, könntest du eine Station früher aussteigen und den Rest laufen. Je nachdem, wie weit deine Arbeitsstelle entfernt ist, bietet sich auch mal ein Spaziergang über die komplette Strecke an. Kannst du nicht auf dein Auto verzichten, parke doch einfach ein paar Straßen weiter von der Arbeit entfernt und gehen das letzte Stück zu Fuß.

 

2. Stehen vs. Sitzen

Wir Deutschen sitzen zu viel. Das haben wir eingangs bereits festgestellt. Ein Mittel dagegen ist das Stehen. Ist dein Tisch im Büro höhenverstellbar? Dann nutze diese grandiose Möglichkeit und arbeiten hin und wieder im Stehen. Alternativ könntest du einige wiederkehrende Tätigkeiten fortan nur noch im Stehen ausüben, z. B. das Telefonieren. Das gilt übrigens auch für Bahn und Bus. Auch wenn Sitzplätze frei sind, stelle dich in den Gang und lass Deine Muskeln arbeiten.

 

3. Stufe für Stufe für Stufe

Eine der leichtesten Regeln überhaupt und doch wehrt sich gerade bei dieser der innere Schweinehund vehement. Ab ins Körbchen mit dem Hündchen und für dich gilt: Nimm die Treppe! Aufzüge und Rolltreppen sind tabu! Treppensteigen ist eine der besten Möglichkeiten, sich im Alltag mehr zu bewegen. Nutze sie!

 

4. Kleines Helferlein

Lege dir ein Thera-Band in die Schreibtischschublade. Hole es zwei Mal täglich heraus und nutze es. Dafür gibt es unzählige Bewegungsvarianten. Zum Beispiel: Halte das Band locker mit beiden Händen fest und streck die Arme hoch über den Kopf. Zieh jetzt das Band zehn Mal auseinander. Führe anschließend dasselbe auf Brusthöhe durch. Oder: Setz dich aufrecht hin und halte in jeder Hand ein Ende des Bandes fest. Winkel das rechte Bein an und trete nun mit dem Fuß in die Mitte des Bandes. Beuge und strecke das Bein parallel zum Boden etwa 20 Mal, während du die Enden weiterhin stramm vor der Brust festhältst. Wiederhole das Ganze mit dem anderen Bein.

 

5. Pausengestaltung

Nutze deine Pausen. Statt gemütlich sitzen zu bleiben, mache doch einen Spaziergang in deiner Mittagspause. Du kannst auch ein paar Gymnastikübungen oder ein entspannendes Stretching in deine Mittagspause integrieren. Definitiv solltest du das Gehen oder Stehen dem Sitzen vorziehen.

 

6. Musik

Musik ist ein wahres Wundermittel, um sich zu mehr Bewegung im Alltag zu motivieren. Läuft ein guter Song im Radio? Na dann los – tanze! Das sorgt gleichzeitig für jede Menge gute Laune!

 

7. Schlange stehen mit Knackpo

Wann immer du warten musst – sei es auf den Bus, an der Kasse oder an der Ampel – spanne deinen Po einige Sekunden lang an. Wiederhole den Vorgang so lange, bis das Warten ein Ende hat. Das lässt nicht nur die Zeit schneller vergehen. Ein knackiges Hinterteil wird deine zusätzliche Belohnung sein.

 

8. Wenn schon sitzen, dann in Bewegung

Lass deinen Bürostuhl verschwinden und zaubere dir stattdessen einen Gymnastikball an deinen Schreibtisch. Durch das Sitzen auf diesen Bällen ist der ganze Körper ständig in Bewegung. Außerdem beugst du dadurch Rückenschmerzen vor.

 

9. Aktiv auch in der Freizeit

Nun hast du dich werktags fleißig bewegt und willst am Wochenende die Füße hochlegen? Nichts da! Mach dir eine aktive Freizeitgestaltung zur Gewohnheit. Ein Ausflug ins Grüne mit dem Rad, ein Spaziergang im Wald oder ein Besuch im Schwimmbad sind nur einige Beispiele der unbegrenzten Möglichkeiten, aktiv zu werden.

Unser Livechat mit Dr. med. Uwe Schwichtenberg (Dermatologe und Landesvorsitzender des BVDD in Bremen)

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Am 07.06.2021
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